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Schweizer Geschichte: Der Landesgeneralstreik von 1918

Landesstreik und Chocolat Tobler in Bern

12. November 1918: Landesstreik in Bern: Auch in der Schokoladefabrik Tobler standen die Maschinen still. Die "Tagwacht" feierte den Streik in der Länggasse als "Protest gegen das reaktionäre Bürgertum". Für Tobler müssen diese Worte damals wie Hohn geklungen haben, wurde ihm doch von Unternehmerseite immer wieder vorgeworfen, für "soziale Experimente" zu viel Geld auszugeben. 1919 kam es erneut zu einem Streik. Er trug dazu bei, dass Toblers Ausbau auf sozialpolitischem Gebiet noch an Tempo zulegte.
Anfang der 20er Jahre führte Chocolat Tobler, wie viele anderen Firmen auch, Ferien ein. Im Sommer organisierte die Firma für die Kinder der Angestellten regelmässig Ferienkolonien. Eine firmeneigene Heimpflegerin sorgte sich ab 1921 um die Unterstützung kranker Arbeiterinnen und bereits seit 1915 waren die Angestellten gewinnbeteiligt. Von der Einführung der obligatorischen Betriebs-, Kranken und Wöchnerinnenkasse erhoffte sich Tobler Auswirkungen auf einen positiven Geschäftsgang.
1923 erntete die Firma für ihre sozialen Einrichtungen am der Hygieneausstellung zu Ehren des Forschers Louis Pasteur in Strassburg den damals bedeutenden "Grand Prix".
In öffentlichen Vorträgen setzte sich der Patron bereits damals auch für das Frauenstimmrecht und die Mutterschaftsversicherung ein.

Quelle: http://home.datacomm.ch/phwelti/RSTobler.htm (link veraltet)
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