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Der Golfstrom

In den nördlichen Breiten Europas herrschen erstaunliche klimatische Verhältnisse, die es an anderen Stellen unseres Globus so weit im Norden nicht gibt. Wo sich ewiger Frost ausbreiten sollte, wie in der Taiga oder in Labrador, wachsen Erdbeeren. Häfen bleiben im langen Winter eisfrei, wie Narvik oder Kirkenes. Natürlich weiss man heute längst, dass dafür der Golfstrom verantwortlich ist.
Aber woher kommt diese Warmwasserheizung Nordeuropas? Ausgangspunkt des Golfstromes ist der Golf von Mexiko. Durch intensive Sonneneinstrahlung erwärmt sich das Meer dort rasch. Die sich ausdehnenden, stark erwärmten Wassermassen strömen durch die Meerenge am Florida-Tor in den Atlantik, wobei Geschwindigkeiten bis zu 2,5m/sec erreicht werden. Der Wasserstrom wird nun durch die Luftströmung nach Norden gedrängt, schiebt sich entlang der nordamerikanischen Küste und später quer über den Atlantik an Irland und Schottland vorbei bis nach Nordeuropa.
Auf dem 12'000 km langen Weg des Golfstromes nach Nordosten sinkt die Wassertemperatur natürlich ab. Sind am Ausgangspunkt 20° C zu messen, so können im Eismeer immerhin noch 5-6° C registriert werden. Diese wenigen Grade über Null genügen, Norwegen im Schnitt 20° C höhere Temperaturen zu bescheren, als sie ohne den Golfstrom entstehen würden.

Ein schöner Blick auf den nördlichen Rand des Golfstroms, der sich bei Cape Hatteras, North Carolina (USA) von der Küste ablöst und in nordöstlicher Richtung in den Nordatlantik strömt.
web SeaWiFS image
Der Süden Irlands erfreut und erstaunt immer wieder durch seine enorme Pflanzenvielfalt. Der warme Golfstrom und der häufige Regen sorgen für eine beinahe tropische Pflanzenwelt und ein ebensolches Wachstum.
Bild: web http://www.rsverlag.ch/irland.htm
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